Gerade wenn es draußen trüb und nass ist, verbessern sie das Raumklima und bringen Natur ins Haus. Heute haben wir eine Lösung für Menschen, denen Blumenerde gesundheitliche Probleme bereitet (Furcht vor Schimmelpilzen, allergische Reaktionen, Asthma): Hydrokultur. Ihren Ursprung hatte sie in den 1980-er Jahren. Damals war sie kostspielig und aufwändig und nicht besonders ästhetisch, doch das hat sich geändert. Es gibt inzwischen viele verschiedene Möglichkeiten, unterschiedliche Preisstufen und auch Zwischenlösungen, durch die man auf Blumenerde verzichten kann.

Eine Pflanze braucht Licht, Luft, Wasser und Nährstoffe, um zu gedeihen. Ist das alles vorhanden, benötigt sie keine Erde. Denn die fungiert lediglich als Träger-Substanz für die Nährstoffe und als Halte-Substanz für die Pflanzen. Auf dieser Erkenntnis basiert die Hydrokultur. Dabei stehen die Pflanzen in einem Substrat aus Blähton-Kügelchen. Aus diesem Grunde muss man Hydrokulturen erheblich seltener gießen als die üblichen Topfpflanzen.

Weitere Vorteile
Die Wurzeln der Pflanzen werden in einer Hydrokultur besser belüftet, da das Substrat nicht so stark verdichtet ist wie Blumenerde.
Die Wasserversorgung ist unkomplizierter, die Pflanze kann auch mal eine Zeit lang allein gelassen werden.
Wenn das Substrat aus Blähton sauber gehalten wird, enthält es potenziell weniger allergene Substanzen und andere Krankheitserreger.
Hydrokulturen sind eine Hilfe für diejenigen, die zwar Pflanzen in ihrer Umgebung mögen, aber nicht unbedingt den „Grünen Daumen“ haben. Wer kein zuverlässiges Gefühl dafür hat, wann eine Pflanze Wasser braucht oder das Gießen auch gerne mal vergisst, für den ist das Prinzip der Hydrokultur die perfekte Lösung. Denn der große Vorteil der Hydrokultur ist der Wasserstandsanzeiger. An diesem erkennt man sofort, wie viel Wasser noch im Gefäß ist.

Gießen
Vermeiden Sie unbedingt, dass die Pflanzen ständig im Wasser stehen. Das tut keiner Pflanze gut. Keinesfalls darf der Wasserstand immer auf „maximal“ gehalten werden. Das ist ein klassischer Fehler. Erst wenn der Pegel unter „minimal“ sinkt, sollte man wieder Wasser nachfüllen. Das Gießwasser sollte Zimmertemperatur haben, also etwa 20° C.

Pflege
Wie auch bei allen anderen Zimmerpflanzen sollte man die Blätter einer Hydrokultur-Pflanze gelegentlich mit einem feuchten Tuch abwischen, damit die Poren sich nicht mit Staub zusetzen.
Den Wasserstandsanzeiger regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Bei hartem Wasser kann der Anzeiger mit den Jahren verkalken. Deshalb kann er in einer Essiglösung gereinigt werden. Denn wenn der Anzeiger nicht richtig funktioniert, bekommt die Pflanze nicht die richtige Menge Wasser.
Gedeiht die Pflanze in einer Hydrokultur nicht richtig, kann es sein, dass sie zu kalt oder zu zugig steht.

Für das Umtopfen gelten bei einer Hydrokultur-Pflanze die gleichen Regeln wie bei einer herkömmlichen Pflanze: bietet der Topf nicht mehr die ausreichende Stabilität bzw. ist zu eng geworden, ist es an der Zeit.
Das Umtopfen einer Hydrokultur-Pflanze sollte man zum Anlass nehmen, die Substrat-Kügelchen ordentlich durchzuspülen oder sie sogar auszutauschen.

Düngen darf man auch bei Hydrokulturen nicht vergessen, denn im Blähton-Substrat und im Wasser allein sind nicht genügend Nährstoffe enthalten. Hier müssen Sie einen speziellen Hydrokultur-Dünger verwenden. Diesen gibt es flüssig. Normaler Pflanzendünger ist ungeeignet. Die Angaben der Düngerhersteller sollte man unbedingt beachten, Überdüngung schadet der Pflanze.
Zu empfehlen ist Langzeitdünger. Der ist für weiches und hartes Wasser erhältlich. Er gibt die Nährstoffe dosiert in das Wasser ab und entzieht der Kultur gleichzeitig schädliche Stoffe. Alle drei bis vier Monate muss der Langzeitdünger ausgetauscht werden.

Weitere Tipps erhalten Sie bei Ihrem Blumenfachgeschäfts Geidies in Kassel.